Gelsenwasser-Stiftung hilft, eine Solaranlage im SOS-Kinderdorf Gitega aufzustellen

SOS-Kinderdorf Gitega

Solaranlage

Solaranlage für das SOS-Kinderdorf

Im SOS-Kinderdorf Gitega in Burundi wurde mit unserer finanziellen Hilfe und der tatkräftigen Unterstützung der Gelsenwasser-Kollegen eine Solarangale aufgebaut. Seitdem die Anlage in Betrieb ist, produziert sie grünen Strom für das Refugium. Die Leistung der PV-Anlage beträgt 40 kWp und der prognostizierte Jahresertrag liegt bei ca. 55.000 kWh.

Die Idee zu diesem Projekt hatte Ghyslain Herzegewa, ein SOS-Kinderdörfer-Stipendiat. Er absolvierte vor einigen Jahren ein studienbegleitendes Praktikum bei Gelsenwasser. Dabei entstand eine Studie, in der Ghyslain prüfte, ob die Installation einer PV-Anlage in seinem Heimat-Kinderdorf machbar sei. Auf Grundlage seiner damaligen Studei entwickelte sich das gemeinsame Photovoltaik-Projekt im SOS-Kinderdorf Gitega in Burundi

Wir unterstützen das Projekt nicht nur mit Geld. Zwei Gelsenwasser-Kollegen sind maßgeblich involviert: Ralph Schottke und Joachim Walburg Sie bringen Ihr Knowhow ein. Im Mai 2022 fand der virtuelle Projekt-Kick-Off statt. Danach wurde mittels einer Ausschreibung der technische Consultant gesucht. Er überwacht die Arbeiten vor Ort und koordiniert sie. Keine leichte Aufgabe, denn parallel liefen bis Anfang 2023 Renovierungsarbeiten im Kinderdorf Gitega.

Ralph Schottke und Joachim Walburg (beide Gelsenwasser) mit Carolin Herzig (Projektleiterin SOS-Kinderdörfer weltweit) im Kinderdorf Gitega in Burundi.

Langwieriger Vergabeprozess abgeschlossen

Der langwierige Vergabeprozess für die Beauftragung der Installation der Photovoltaik-Anlage wurde im Oktober 2023 abgeschlossen. Den Zuschlag erhielt die Firma Groupement Munyax/Robbialac aus Ruanda, die eine Filiale in Burundi unterhält. Sie überzeugte mit ihrem professionellen Angebot, ihrem Auftreten sowie ihrer Erfahrung. Gelsenwasser-Fachmann Ralph Schottke spielte bei dem Prozess mit seiner technischen Expertise eine zentrale Rolle. Joachim Walburg unterstützte ihn bei Fragen zur Elektroinstallation.

Reise nach Burundi

Im November 2023 flogen Ralph und Joachim über Brüssel nach Bujumbura, der größten Stadt in Burundi, zugleich Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum des ostafrikanischen Staates. Von dort ging es weiter ins rund 100 km entfernte Gitega. Ihr Ziel: sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen und die nächsten, konkreten Schritte für die Vorbereitung und Umsetzung abzustimmen.

In Burundi wurden sie von Carolin Herzig, Projektleiterin von SOS-Kinderdörfer, begleitet. Zusammen nahmen sie das neu renovierte Kinderdorf und die Voraussetzungen für die technische Installation in Augenschein. Sie trafen den Experten von Munyax/Robbialac, um den finalen Zeitplan der Installation der PV-Anlage zu besprechen. Dabei wurden diverse Fragen geklärt, z.B. auf welche Dächer die Solarmodule installiert werden sollen. 

Erfolgsprojekt: PV-Anlage läuft

Das erste Halbjahr 2024 wurde durch SOS-Kinderdörfer genutzt, um Angebote einzuholen und die Erneuerung der Elektroinstallation zu beauftragen. Die Arbeiten wurden von einer lokalen Elektro-Installationsfirma durchgeführt und wurden im Juni 2024 abgeschlossen. Alle für die PV-Anlage erforderlichen Komponenten wurden per Seecontainer direkt aus China nach Mombasa in Kenia geliefert. Nachdem die Ware endlich aus dem Zoll in Mombasa kam, wurden die Komponenten ca. 1.500 km mit dem LKW nach Gitega zum SOS-Kinderdorf transportiert.

Anfang August 2024 startete die Installation der PV-Anlage. Schnell wurden die Solarmodule auf den Dächern installiert. Bereits Ende August 2024 wurde sie von SOS-Kinderdörfer geprüft und abgenommen. Sehr hilfreich bei der Abnahme waren die Checklisten, die Ralph und Joachim vorab zugesendet hatten. So konnten sie aus der Ferne unterstützen. 
Die PV-Anlage produziert Strom, der Batteriespeicher funktioniert und seit dem 6. September 2024 haben Ralph und Joachim einen Fernzugriff auf die Steuerung der PV-Anlage in Gitega und können in Echtzeit alle Daten sehen.